10 Tipps gegen müde und schwere Beine in der Schwangerschaft

October 15, 2019 | Mutter & Kind

10 Tipps gegen müde und schwere Beine in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist für werdende Mütter eine aufregende Zeit - für viele beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden zählen schwere, müde und schmerzende Beine. Es gibt jedoch Möglichkeiten diese Beschwerden vorzubeugen und sie zu lindern.

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Die Schwangerschaft ist für werdende Mütter eine aufregende Zeit - für viele beginnt ein neuer Lebensabschnitt. In neun Monaten wächst ein neues Leben heran und der Körper verändert sich zunehmend. Bis zur Geburt und in den Wochen danach leistet der Körper Höchstarbeit. Die Veränderungen sind oft mit Beschwerden und Begleiterscheinungen verbunden. Zu den typischen Problemen zählen schwere, müde und schmerzende Beine. Es gibt jedoch Möglichkeiten diese Beschwerden vorzubeugen und sie zu lindern.

Wie funktioniert der Bluttransport?

Das Gefäßsystem besteht aus Arterien und Venen. Die Arterien sind für den Transport von sauerstoff- und nährstoffreichem Blut in den Körperzellen verantwortlich und werden dabei von der Pumpfunktion des Herzens unterstützt.

Die Venen hingegen befördern das sauerstoffarme Blut wieder zurück zum Herzen und zur Lunge. Dies geschieht größtenteils entgegen der Schwerkraft, weshalb die Wadenmuskulatur dabei unterstützt.

Damit das Blut nicht wieder nach unten fließt, verschließen mehrere Venenklappen einzelne Abschnitte der Vene. Mit jeder Muskelbewegung wird das Blut somit von einer Kammer der Vene in die nächste gepumpt.

Sind die Venenwände verkrümmt, erweitert oder nicht mehr in der ursprünglichen Form z.B. bei Krampfadern, können die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Das Blut staut sich in den Beinen, weil es nicht mehr zurückfließen kann. Dies fördert die Bildung von Thromben, welche im schlimmsten Fall eine Lungenembolie auslösen könnte.

Müde und schwere Beine in der Schwangerschaft

Frauen in der Schwangerschaft sind besonders gefährdet von Venenerkrankungen. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft steigt das Risiko zu erkranken.

Die Schwangerschaftshormone Östrogen und Progresteron machen das Bindegewebe weich - dies wirkt sich auch auf die Venen aus. In der Schwangerschaft wird ca. 20% mehr Blut als normalerweise im Körper transportiert. Die Blutgefäße sind erweitert und der Rücktransport des Blutes zum Herz ist erschwert. Wenn man sich weniger bewegt ist auch die Muskelpumpe, die das Blut in den Venen nach oben drückt, weniger aktiv. Ein Spannungs- und Schweregefühl in den Beinen sind die Folgen. Mit zunehmendem Gewicht des Kindes werden auch die Venen im Beckenbereich belastet, was ebenfalls Stauungen verursachen kann.

 

Die folgenden Tipps helfen bei müden und schweren Beinen in der Schwangerschaft:

 

  • Bewegung ist eine wesentliche Maßnahme gegen Venenleiden, denn dadurch kommt die Muskelpumpe in Gang: Versuchen Sie daher auch in der Schwangerschaft, täglich aktiv zu sein.
     
  • Vermeiden Sie langes Stehen.
     
  • Tragen Sie flache Schuhe. Vermeiden Sie High Heels in der Schwangerschaft.
     
  • Schwangere benötigen ausreichend Flüssigkeit für den Stoffwechsel und den Kreislauf. Trinken Sie ausreichend. 
     
  • Massieren Sie Ihre Beine um die Durchblutung anzuregen. Auch die Massage mit einem Igelball tut gut.
     
  • Brausen Sie Ihre Waden mit kühlem Wasser ab. Dadurch ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen und der Blutfluss kommt in Schwung. Duschen Sie die Wade dabei von unten nach oben ab - so wird die Flüssigkeit aus dem Bein befördert.
     
  • Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und rollen sie die Füsse dann langsam ab. Anschließend die Zehen anheben und das Gewicht auf die Ferse verlagern und die Füsse danach wieder absetzen. Im Sitzen können Sie die Beine abwechselnd abheben und die Füsse kreisen lassen.
     
  • Legen Sie beim Sitzen so oft es geht die Füsse hoch. Achten Sie dabei darauf, dass der Unterschenkel leicht angewinkelt ist. Das erleichtert es den Venen, das Blut nach oben transportieren. Und sehr wichtig: Unterlassen Sie es die Beine übereinander zuschlagen.
     
  • Eine zu starke Gewichtszunahme kann Symptome verschlechtern – achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung. Essen Sie möglichst proteinreich.
     
  • Gegen Ende der Schwangerschaft ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen, Stützstrümpfen oder -strumpfhosen als Vorbeugung gegen Krampfadern und Thrombosen oder bei sehr niedrigem Blutdruck empfehlenswert.

    Kompressionsstrümpfen üben starken Druck auf die Venenwände aus und die Venenklappen schließen besser. Somit wird ein Blutstau verhindert und das Blut kann ungehindert zum Herzen zurückfließen. Kompressionsstrümpfen wirken am besten, wenn der Patient in Bewegung ist und die Wadenmuskulatur aktiviert wird. Kompressionsstrümpfe können während der ganzen Schwangerschaft getragen werden und Venenerkrankungen und den daraus entstehenden Beschwerden entgegenwirken.


     

Medizinische Kompressionsstrümpfe werden vom Arzt verschrieben und sind vorwiegend in Sanitätshäusern oder Online erhältlich.

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